Begleitsymptome der Parkinson Krankheit
Die Begleitsymptome treten je nach Krankheitsverlauf und Patient in verschiedenem Ausmaß auf. Sie gehören nicht zu den Kernsymptomen der Parkinson Krankheit.
Ein frühzeitiger Indikator für die Parkinson Krankheit kann eine Verschlechterung des Geruchssinnes sein. Zusätzlich ist es möglich, dass der Patient von Missempfindungen berichtet, deren Ursachen sich ihm nicht erschließen.
Psychische Symptome [hoch]
Bei
ca. 40% der an der Parkinson Krankheit leidenden Patienten sind
depressionsartige Zustände zu erkennen. Die allgemeine Antriebshemmung
äußert sich oftmals in verlangsamten Denkabläufen und fehlendem Unternehmungssinn (Initiativverlust). Da keine
Beeinträchtigung des gedanklichen Inhaltes zu verzeichnen ist, spricht
man hier von Pseudodemenz.
Die Parkinson Krankheit bringt in vielen Fällen eine gravierende
Einschränkung im Straßenverkehr mit sich, da die Einschätzung von
Geschwindigkeiten und Entfernungen durch eine Störung im Frontalhirn
der Patienten beeinträchtigt wird.
Im späteren Verlauf der Parkinson Krankheit kann es zu Halluzinationen
kommen, die sich beispielsweise in der Wahrnehmung von nicht
vorhandenen Personen widerspiegeln. Desweiteren berichten Patienten der
Parkinson Klinik von einem Gefühl des Gefangen-Seins, das nicht selten
zu aggressiven Handlungen führt.
Eine besondere kognitive Beeinflussung ist die starke Abnahme der
Aufmerksamkeit, die durch die Parkinson Krankheit hervorgerufen
wird,welche jedoch zeitweise von lichten Momenten abgelöst wird.
Da die Auswirkungen auf die Psyche im Verlauf der Parkinson Krankheit
nicht immer nach außen hin wahrnehmbar sind, werden diese im Vergleich
zu den motorischen Symptomen häufig unterschätzt. In der Parkinson Klinik sind wir jedoch darauf bedacht, die schwerwiegende Bedeutung
für die betroffenen Patienten grundsätzlich bei der Betreuung zu
berücksichtigen.
Ein
weiteres Begleitsymptom der Parkinson Krankheit kann eine fettig
glänzende Gesichtshaut (auch als "Salbengesicht" bezeichnet) sein, die
durch eine gesteigerte Talgproduktion verursacht wird.
Weiterhin sind Kreislaufregulationsstörungen oftmals im späteren
Verlauf der Parkinson Krankheit zu beobachten. Im Liegen ist der
Blutdruck der Patienten erhöht und bei aufrechter Haltung sackt er
plötzlich ab. Die Ärzte unserer Parkinson Klinik sind darauf bedacht,
dieses Symptom frühzeitig zu erkennen, um nicht fälschlicherweise eine
Behandlung mit Blutdruckmedikamenten einzuleiten. Von einem atypischen
Parkinson Symptom ist auszugehen, wenn die Blutdruckinstabilität
bereits zu einem frühen Zeitpunkt auftritt.
Das soziale Leben der durch die Parkinson Krankheit Betroffenen wird
nicht selten durch eine Störung der Blasenfunktion stark
beeinträchtigt. Schon bei geringer Flüssigkeitsaufnahme kann es zu
plötzlich auftretendem starken Harndrang kommen.
Sowohl Libido als auch Potenz können in Mitleidenschaft gezogen werden und können somit zu Störungen der Sexualfunktion führen.
Viele Patienten der Parkinson Klinik berichten von Verdauungsproblemen
wie Durchfall oder häufiger noch von Verstopfungen. Dies wird durch eine
Bewegungsstörung des Magen-Darm-Trakts hervorgerufen. Neben den
unangenehmen Auswirkungen für den Patienten, beeinflusst diese Tatsache
zugleich die Medikation. Da die Medikamentenwirkstoffe über den Darm in den Körper aufgenommen werden, spielt die Darmfunktion für die Medikamentenwirkung eine entsprechende Rolle.
Ein weiteres Begleitsymptom der Parkinson Krankheit kann eine Störung
der Temperraturregulierung des Patienten sein. In den meisten Fällen
entsteht eine verminderte Hitzetoleranz. Da die Reflexe, die für die
Gefäßerweiterung und das Schwitzen zuständig sind, oft gestört sind,
kann es zu lebensbedrohlichen Fieberzuständen kommen. Dieses Symptom
ist eines der später Auftretenden im typischen Verlauf der Parkinson
Krankheit.
Weitere Symptome [hoch]
Zu den bisher genannten Symptomen, sind oftmals noch Schlafstörungen in der Tiefschlafphase zu beobachten. Diese können auch schon im frühesten Stadium der Parkinson Krankheit auftreten. Zudem ist das Restless-Legs-Syndrom ein häufiges Begleitsyndrom der Parkinson Krankheit, welches einen unwillkürlichen Bewegungsdrang der Beine (seltener der Arme) hervorruft.