Kardinalsymptome der Parkinson Krankheit

Dank des medizinischen Fortschritts wird es zunehmend möglich, die Diagnose "Parkinson" immer früher zu stellen. Da es zwischenzeitlich auch Medikamente gibt, die den Krankheitsverlauf günstiger gestalten, gewinnt die "Frühdiagnose" der Parkinson Symptome an Bedeutung. Wichtig ist hierbei auch die Unterscheidung von parkinsonähnlichen Krankheitsbildern.

Es gilt, dass drei der vier kardinalen Parkinson Symptome aufgetreten sein müssen, um eine sichere Diagnose stellen zu können. Die Diagnose ist diffizil, da viele der Parkinson Symptome auch altersbedingt anderweitig auftreten können.


Akinese [hoch]
Verminderung der Bewegungen bis zur Unbeweglichkeit

 

 

Als Akinese bezeichnet man die allgemeine Bewegungsarmut. Alle Muskeln, die an Knochen ansetzen und damit für die Bewegung zuständig sind, werden durch diese Symptomatik beeinflusst. Zusätzlich wirkt sich die Akinese auf die Bauchdecken- und Atemmuskulatur sowie die Gesichtsmuskulatur aus.

Typische Ausprägungen sind die mangelnde Fähigkeit der Patienten, zielgerichtete Bewegungen einzuleiten, oder auch zu beenden. Desweiteren ist zu beobachten, dass sich die Umlagerung im Schlaf vermindert. Die Akinese schlägt sich, als eines der kardinalen Parkinson Symptome, in Mimik, Sprache, Feinmotorik sowie dem sogenannten Freezing als Ausdruck einer Bewegungsblockade nieder.

Erkrankte haben oftmals einen starren Gesichtsausdruck und wirken teilnahmslos. Dieser Eindruck kann durch einen offen stehenden Mund und leblos wirkende Augen noch verstärkt werden.
Die Sprache wird oftmals deutlich leiser und monoton. Die stimm- und sprachbildenden Muskeln sind häufig so stark beeinträchtigt, dass von der Parkinson Krankheit Betroffene heiser wirken oder sogar gänzlich unverständlich sprechen.

Da die Akinese die Motorik beeinflusst, ist zu beobachten, dass Erkrankte Probleme bei alltäglichen Handlungen wie Zähneputzen, oder dem Zuknöpfen des Hemdes haben. Außerdem ist in vielen Fällen die Rede von Mikrographie, die das zu Beginn einer Zeile große und dann immer kleiner werdende Schriftbild des Patienten beschreibt.

Eine weitere Ausprägung der Parkinson Krankheit ist das sog. Freezing, welches durch das plötzliche Verharren eines Patienten ohne erkenntlichen Grund beschreibt. Dieses der Parkinson Symptome kann unter Anderem durch emotionale Stresssituationen hervorgerufen werden. So kann es vorkommen, dass Patienten der Parkinson Krankheit während einer angeregten Diskussion plötzlich „einfrieren“ und nicht mehr in der Lage sind sich fortzubewegen.

Von der Akinese zu untercheiden ist die Bradykinese, die eine für Patienten der Parkinson Krankheit typische Verlamsamung aller Bewegungsabläufe beschreibt.


Tremor [hoch]
Zittern

 

 

Der Tremor bezeichnet das Zittern und ist damit eines der offensichtlichsten, jedoch nicht zwingend vorhandenen, Parkinson Symptome. Die häufigste Ausprägung ist der Ruhetremor, der aufhört sobald die Bewegung einsetzt. Trotz dessen, dass die Handlungsfähigkeit in diesem Falle nicht eingeschränkt wird, empfinden die Patienten einer Parkinson Klinik, ihn aufgrund seiner Auffälligkeit als eines der unangenehmsten Parkinson Symptome.

Der Ruhetremor ist bei etwa 50% der Erkrankten von Beginn an zu erkennen, bei 10% verläuft die Krankheit vollkommen ohne das Auftreten eines Tremors. Andere Formen sind der Halte- bzw. Aktionstremor, die den Alltag des Betroffenen erheblich erschweren können.


Rigor [hoch]
Erhöhte Muskelspannung

 

 

Bei Patienten einer Parkinson Klinik ist häufig eine Steifheit des Körpers zu beobachten. Durch den stark erhöhten Muskeltonus (Muskelspannung) ist eine leichte Beugung der Ellenbogen- und Kniegelenke sowie von Rumpf und Nacken zu erkennen. Versucht man die Extremitäten des Patienten zu strecken, spürt man einen Gegendruck, der nicht aktiv von ihm beeinflusst wird. Die Muskelstarre trägt zu der häufig anzutreffenden gebeugten Fehlhaltung bei.



Haltungsinstabilität [hoch]


 

Oftmals geht mit der Parkinson Krankheit ein Problem mit dem Halten des Gleichgewichts einher. Ärzte aus unserer Parkinson Klinik berichten in vielen Fällen davon, dass z.Z. bei dem Versuch, die Schultern des Patienten aus der gekrümmten Haltung zu ziehen, der Erkrankte das Gleichgewicht verliert und nach hinten umzufallen droht, würde er nicht gestützt werden. Dieses der Parkinson Symptome wird am seltensten mit der Parkinson Krankheit in Verbindung gebracht und sollte deshalb besonders kritisch beobachtet werden, da die bei Parkinson mögliche Fallneigung zu einer erheblichen Fehlerquelle werden kann.